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TSG mit toller Jugendarbeit

17.12.2010
Der Nachwuchs soll gezielt an leistungsorientierten Fußball herangeführt werden. Ziel ist es laut Lehnigk, auch künftig hochklassigen Fußball in Lübben zu bieten. Die Männer von Grün-Weiß spielen derzeit in der Brandenburgliga. »Diesen Status wollen wir gern sichern«, sagt Vorstandsmitglied Oliver Keutel. Er räumt aber auch ein, »dass unser Verein in der Nachwuchsarbeit 20 Jahre lang in die falsche Richtung gegangen ist«. Das soll sich ändern. Deshalb hatte Grün-Weiß zu einer Diskussionrunde über die Zukunft des Lübbener Fußballs eingeladen.

Vertreter der TSG Lübben 65, von Blau-Weiß Lubolz, der evangelischen Grundschule in Lübben, der Schulleiter der 1. sportbetonten Grundschule in Lübben Jürgen Scheinpflug sowie Lübbens Sportkoordinator Georg Schaper waren der Einladung am Mittwochabend gefolgt. »Ein erster Schritt, um künftig Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten durchzuführen«, sagt Jürgen Scheinpflug. Die Eigenständigkeit der drei Vereine müsse ihm zufolge aber unbedingt erhalten bleiben. Das machte auch Klaus Mietusch, Vorsitzender von BW Lubolz, deutlich: »Alle Vereine in Lübben haben ihre Existenzberechtigung und die lassen wir uns auch nicht nehmen. Wir machen weiter unser eigenes Ding.« Er verwies darauf, dass sein Sportverein der einzige nach der Wende war, der kontinuierliche Fußball-Nachwuchsarbeit in der Stadt Lübben betrieben habe. »Wir haben unsere Talente schon immer zu Grün-Weiß und später zur TSG delegiert«, erklärt Mietusch. »Von Grün-Weiß kam aber nie etwas zurück. Wir sind nicht deren Fußvolk und lassen uns auch nicht von ihnen bestimmen.«

Blau-Weiß Lubolz hat offenbar nicht die Probleme von Grün-Weiß. »Unsere Kinder und deren Eltern fühlen sich bei uns wohl«, erklärt Mietusch. Das treffe auch auf die TSG zu, wie deren Fußballchef Jürgen Marchewski sagt: »Bei uns trainieren 60 Nachwuchsfußballer. Wir können alle Mannschaften mit Übungsleitern besetzen und sind auf fremde Hilfe nicht angewiesen.« Wenn Grün-Weiß Hilfe benötige, müsse der Verein konkrete Vorschläge auf den Tisch legen. Marchewski kann sich nicht vorstellen, »dass unsere Eltern ihre Kinder zu Grün-Weiß schicken«. Denn sie hätten negative Erfahrungen mit diesem Klub gemacht und sich 2007 von Grün-Weiß getrennt. »Wir hatten beim Neuanfang in der TSG nur eine Handvoll Kinder, keine Bälle, keine Trikots. Nur die Vision, Nachwuchsarbeit anders zu machen. Bei uns werden die Beträge der Eltern tatsächlich in deren Sprösslinge investiert.«

Ulrich Lehnigk gibt zu: »Ich war bei meinem Amtsantritt vor einigen Monaten überrascht, welche großen Defizite Grün-Weiß bei der Nachwuchsarbeit hat.« Er wolle einen Neubeginn, eine bessere Qualität der Nachwuchsarbeit und mit den beiden anderen Vereinen eng zusammenarbeiten. »Persönliche Befindlichkeiten dürfen nicht zulasten der Kinder und Jugendlichen gehen.« Lehnigk versichert, dass alle drei Klubs »auf gleicher Augenhöhe stehen«.

Georg Schaper bat darum, dem neuen Vorstand von Grün-Weiß eine Chance zu geben. Die Runde einigte sich, die Souveränität jedes einzelnen Vereins zu erhalten, jedoch über gemeinsame Aktivitäten wie Training, Übungsleiter-Ausbildung und Stadtauswahlteams nachzudenken. Bis März des nächsten Jahres sollen konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen. asd1





  

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